Der Unterschied zwischen Stahl-und Carbonbeton liegt darin, dass nicht rostanfälliger Stahl, sondern rostfreies Carbon zur Bewehrung im Beton  verarbeitet wird.

Stahlbeton entsteht, indem gerippte Stahlstäbe in einen Betonmantel eingezogen werden. Stahlbeton zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus, da er die Druckfestigkeit von Beton mit der Zugfestigkeit von Stahl kombiniert. Die Eigenschaften, große Lasten zu tragen und hohe Biege-und Zugfestigkeit zu besitzen, machen Stahlbeton zum idealen Baumaterial.

Doch er hat den großen Nachteil, dass er korrodiert. Um den Stahl vor Korrosion zu schützen, ist eine dicke Betondeckung als Schutzschicht notwendig. Das zieht einen weiteren Nachteil nach sich: Die Herstellung verschlingt viel Energie und trägt so zu einem hohen Anteil der Bauindustrie an den klimaschädlichen CO2-Emissionen bei. Zudem werden Stahlbetonbauwerke durch Korrosion zunehmend zum Sicherheitsrisiko.

Carbonbeton ist deutlich widerstandsfähiger als Stahlbeton. Carbon ist viermal leichter und sechsmal tragfähiger als Stahl, hat also die 24fache Leistungsfähigkeit. Carbonbeton ist weitaus beständiger als Stahlbeton, da das Material nicht korrodiert. Bauteile aus Carbonbeton können daher wesentlich schlanker ausfallen, was den Rohstoffbedarf verringert. Energieverbrauch und CO2-Ausstoß sinken auf etwa die Hälfte. Die flexible Formbarkeit der Kohlenstofffasern ermöglicht eine sehr filigrane Gestalt von Bauwerken, deren Lebensdauer zudem deutlich länger ist als bei der Bauweise mit Stahlbeton.