Die Kostenvorteile sind bauwerksabhängig und liegen oft in der kürzeren Bauzeit und dem geringeren Materialverbrauch aber auch dem reduzierten Aufwand für Transport und Befestigung. In einigen Fällen sind auch die Schaffung sowie der Erhalt eines größer nutzbaren Bauwerksvolumens maßgebend.

Bei der Sanierung von Brücken sind unter Verwendung von Carbonbeton Schichtdicken von 2 cm realisierbar. Bei der Sanierung mit Stahlbeton wären 7-8 cm notwendig. Mit Carbonbeton kann bis zu 80% Beton eingespart werden, der nicht transportiert und verbaut werden muss. Durch die dünne Carbonbetonschicht wird das Gewicht der Brücke nicht nennenswert erhöht, so dass mit Carbonbeton auch Brücken saniert werden können, bei denen einen Sanierung mit Stahlbeton nicht möglich ist. Sowohl die Materialeinsparung, die reduzierte Bauzeit und damit ggf. reduzierte Sperrzeit als auch die Verlängerung der Lebensdauer der bestehende Bausubstanz führen zu Kostenvorteilen.

Bei der Sanierung von Silos können die Carbonbewehrungen deutlich schneller verlegt werden als Stahlbewehrungen. Auf eine Befestigung der Bewehrungen mit Ankern kann verzichtet werden. Statt 7-8 cm Schichtdicke beim der Stahlbetonvariante werden beim Carbonbeton nur 1-2 cm Schichtdicke benötigt. In der Summe wird bis zu 80 % Beton gespart, die Bauzeit und die Ausfallzeit reduziert und das nutzbare Silovolumen weitgehend erhalten. Alles führt zu einem Kostenvorteil.

Bei der Sanierung von denkmalgeschützten Bauwerken, die nach der Sanierung ein ähnliches Erscheinungsbild aufweisen sollen wie vor der Sanierung, dürfen die Verstärkungsschichten nicht zu einer sichtbaren Veränderung der Bauwerksstruktur führen. Die Dicke der aufzubringenden Verstärkungssicht muss zuvor am bestehenden Bauwerk abgetragen werden. Wenn 7-8 cm Stahlbeton als Verstärkungssicht aufgebracht werden soll, sind zuvor 7-8 cm Beton zu entfernen. Bei Carbonbeton sind es nur 1-2 cm. Bis zu 80 % weniger Beton muss abgetragen und recycelt sowie neu aufgebracht werden. Die Kostenvorteile liegen im reduzierten Materialverbrauch und der geringeren Bauzeit.

Bei der Sanierung von Gebäudedecken können die Carbonbewehrungen deutlich schneller verlegt werden, als Stahlbewehrungen. Auf eine Befestigung der Bewehrungen mit Ankern kann verzichtet werden. Statt 7-8 cm Schichtdicke, bei der Stahlbetonvariante, werden beim Carbonbeton nur 1-2 cm Schichtdicke benötigt. Das Gewicht der bestehenden Bausubstanz wird durch die dünne Carbonbetonschicht nur geringfügig erhöht, so dass auf eine Verstärkung der angrenzenden lastabtragenden Bauteile (Stützen, Wände und Fundamente) weitgehend verzichtet werden kann. Außerdem bleibt die nutzbare Raumhöhe weitgehend erhalten. Die bis zu 80 % Betoneinsparung, die Bauzeitreduzierung aber auch der Verzicht der Verstärkung der angrenzenden Bauteile führen zu einem Kostenvorteil.

Beim Neubau von Brücken wird vor allem auf die deutlich längere Lebensdauer abgestellt. Der Sanierungsaufwand wird durch die nichtrostende Bewehrung erheblich reduziert und auch ein Neubau wird erst deutlich später notwendig. Dies führt über die Lebensdauer zu Kostenvorteilen.

Neue Vorhangfassaden aus Carbonbeton weisen Bauteildicken von ca. 3 cm auf. Die Stahlbetonvarianten haben eine Dicke von mind. 7 cm. Die über 50 % des teuren, teils eingefärbten hochwertigen Betons werden eingespart. Mehr Fassadenplatten können mit einem LKW transportiert werden. Die Befestigungsmitten, für die Befestigung der Platten am Bauwerk, können geringer dimensioniert werden. Die reduzierte Wanddicke führt zu einer größeren verkauf- bzw. vermietbaren Fläche. Die reduzierten Kosten für Beton, Befestigung und Transport aber auch die größere nutzbare Fläche führen zu Vorteilen.

Leichte Bahnsteigsysteme aus Carbonbeton können schnell verlegt werden und führen somit zu reduzierten Sperrzeiten der Bahnstrecke. Wird eine Bewehrung aus Glas (elektrisch nichtleitend) verwendet, kann außerdem auf die Erdung verzichtet werden. Beides führt zu Kostenvorteilen.